Wanderung mit Isa Anfang Juni 2026 — 5 Tage, 66 km, 4053 m Aufstieg, aufgezeichnet mit der Apple Watch.

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Die Tour wurde mit Komoot geplant und mit der Apple Watch aufgezeichnet. Unten: die Statistiken pro Etappe direkt aus den GPS-Daten, danach die interaktive Karte mit Höhenprofil — Etappen einzeln anklickbar.

Tour-Statistik (vom eigenen Tracking mit Apple Watch Daten)

Hütten & Gasthäuser Review

Tag 1 - Wanderung von Bad Goisern Bahnhof zur Goiserer Hütte

Die Goiserer Hütte ist eine urige Berghütte mit ca. 22 Betten und herzlichen zuvorkommenden Betreiber*innen, gutem Essen und tollem Ausblick - ganz besonders geeignet um schöne Sonnenaufgänge oder -untergänge zu bestaunen!

Als wir an einem ziemlich verregneten Tag ankamen, war die Hütte bereits etwas mehr als halb gefüllt (was ja immer noch nicht viel ist; wir sprechen hier von 12-14 Wander*innen). Schnell stellten wir fest, dass wir offenbar die einzigen österreichischen Hütten-Gästinnen waren. Um uns herum hörte man vor allem deutsche, niederländische und amerikanische Stimmen – fast ein kleines internationales Bergsteiger*innen-Treffen mitten im Salzkammergut.

Tag 2 – Wanderung von der Goiserer Hütte über Goisern zur Gablonzer Hütte

Den zweiten Tag haben wir nach dem Abstieg von der Goiserer Hütte (wo wir kurz Wanderbekanntschaften gemacht hatten, mit denen wir gemeinsam ins Dorf Goisern hinabstiegen) größtenteils in angenehmer Einsamkeit verbracht – kaum andere Wanderer*innen weit und breit. Herrlich.

Ein besonderes Highlight war der Dorffriedhof. Klingt makaber, war aber pragmatisch genial: Toilette mit Waschbecken zum Wasserauffüllen, Mistkübel – und als Bonus der örtliche Bestatter mit frischer Kundschaft. Leider hatte ein Ortsbewohner einen Herzinfarkt erlitten. RIP dem Mann, neben dessen Leichensarg wir unseren Mittagssnack in aller Seelenruhe genossen haben. Irgendwie passend.

Gestärkt und leicht existenziell angehaucht ging’s weiter Richtung Gablonzer Hütte – mit großen Bögen um eine Kuhherde mit Kälbern, die sich sehr entspannt mitten auf dem Wanderweg postiert hatten. Kurz vor einer überdachten Konstruktion fragten wir uns aus der Ferne, was das wohl sein mag – bis die Erkenntnis einschlug: ein Skilift. Wir querten tatsächlich eine Schipiste.

Dann die nächste Snackpause, weil neben einem Bach ein so einladender Jausenplatz stand, dass man einfach nicht vorbeigehen konnte.

Je höher wir kamen, desto lauter wurde es. Auf einmal: Menschen. Mehrere!! Das musste ich erst mal verdauen. Rund um die Hütte tummelten sich Familien, Tageswandererinnen und Klettersteiggeherinnen – logisch, denn die Gondel mit ihrer Bergstation liegt nur wenige Meter unterhalb der Hütte. Für manche endet der anstrengendste Teil des Tages offenbar beim Einsteigen.

Absolut empfehlenswert ist dagegen das Mehrbettzimmer: 6 Betten, viel Ablagefläche, Raum zum Atmen – und, man höre und staune: Bettbezug und Bettdecken. Für nur 7 € Aufpreis gegenüber dem Lager, das nach riesigem Schlafsaal mit entsprechend wenig Privatsphäre ausgesehen hat. Die 7 Euro waren gut investiert. Im Allgemeinen war die Hütte aber etwas touristisch und eher für Familien ausgelegt. Eine urigere Hütte in der Nähe auf der man auch übernachten könnte ist die Stuhlalm - die wäre wohl bei erneuter Tour meine Wahl.

Tag 3

Tag 4